Das Tierheim Adamhof

Das einzige Tierheim der Südsteiermark ist der Adamhof. Die Einrichtung liegt am Rande von Straß und bietet Tieren aus den Bezirken Leibnitz, Deutschlandsberg, Bad Radkersburg und Südoststeiermark ein Zuhause.

 

Gegründet wurde es vor zwölf Jahren vom Tierschutzverein Leibnitz. Dieser damals noch viel kleinere Verein entschied mit Obfrau Silvia Kraber, ein Tierheim für die vielen verwahrlosten und gefundenen Tiere zu bauen. Heute besteht es immer noch, und der Tierschutzverein ist zu einer Gemeinschaft  aus über 6000 Mitgliedern herangewachsen.


>>Ein jedes Tierheim ist natürlich in finanziellen Schwierigkeiten, da hat keiner zu viel Geld, es ist täglich ein neuer Kampf um Geld zu lukrieren und zu verdienen, um so sparsam wie möglich zu sein. Sei es bei den Tierärzten, bei den Einkauf oder sonst etwas. Es ist jeden Tag ein Kampf um die finanziellen Mittel.<<

 

 

Silvia Kraber, Leiterin Tierheim Adamhof


Das Tierheim hat Platz für 69 Katzen, zehn Hunde und einige Kleintiere. Fast alle Tiere werden gefunden. Ob sie einfach weggelaufen oder in ein Auto geklettert sind und irgendwo wieder abgesprungen sind, wenn die Tiere nicht gechipt sind, fällt es schwer, den Besitzer festzustellen. Gerade schwangere Tiere stellen das Heim vor eine große Herausforderung.

Alle Katzen, die hergebracht werden kommen erst einmal für vierzehn Tage in Quarantäne. Dort werden sie einem Tierarzt vorgestellt, wie es das Gesetz vorschreibt, und auf mögliche Krankheiten, Verletzungen oder Parasiten untersucht. Die Quarantänekäfige sind etwa 1,20m x 1m groß, wenn die Katzen untersucht wurden, werden sie ins normale Katzenhaus gebracht, wo etwa zweieinhalb Quadratmeter pro Katze zur Verfügung gestellt wird. Hier leben die Katzen nach Möglichkeit in Gruppen, teilweise mit Außengehegen.


Der Platz für die Hundegehege beträgt insgesamt etwa 600 Quadratmeter, davon sind 60 Quadratmeter unterdachte Boxen mit Schlafmöglichkeit. Die Hunde sind teilweise durchaus schwerer zu vermitteln, abgesehen von den Welpen, sind hier viele „Problemtiere“, die entweder sehr scheu gegenüber (fremden) Menschen sind, oder, wie Jimmy, ein sehr freundlicher ruhiger Hund, überhaupt nicht mit Kindern oder Katzen zurechtkommen, und deshalb, obwohl sie mehrmals vermittelt wurden, wieder im Tierheim landen. Diese Hunde haben aber zum Glück einige Leute, die sich mit ihnen auseinandersetzen, die Gassigeher, die regelmäßig mit ihnen spazieren gehen.


Ein Tierheim mit über achtzig Tieren zu führen, kostet sehr viel Geld. Trotz der Förderung des Landes Steiermark und der Spenden und Mitgliedsbeiträge der vielen Unterstützer des Leibnitzer Tierschutzvereins ist es schwierig, alle Kosten abzudecken, und es wird so viel eingespart, wie es geht, um ein Tierheim richtig führen zu können.

 

In einem Jahr können die Kosten sich auf bis zu 170 000 Euro belaufen.

 


Das Tierheim auf Facebook: https://www.facebook.com/sylviakraber.tierheimadamhof

Text, Fotos und Film von Volleipps.at

1.10. 2017


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