Hilfe für Hamster

 

Tierschutz


Fälschlicherweise werden Hamster von vielen Leuten als für Kinder ideale Haustiere angesehen, aber ganz im Gegenteil sind sie Tiere, die nicht viel Kontakt zum Menschen brauchen, nicht immer zutraulich werden, viel Platz benötigen und nachtaktiv sind.

Darüber ist sicherlich schon viel diskutiert worden, und viele Menschen haben auch erfahren, dass Hamster nicht die besten Freunde für Kinder sind, allerdings gibt es noch viele andere Faktoren, die ein Hamsterleben weniger schön machen, die in Tierhandlungen oft nicht erwähnt werden.


Der Verein Hamsterhilfe Österreich setzt sich dafür ein, Menschen über artgerechte Hamsterhaltung zu informieren und hat mehrere Pflegestellen von Privatpersonen, wo Hamster, die keinen anderen Platz haben, auf ihre Vermittlung warten. Annika, die stellvertretende Obfrau des Vereins, hat mir eine Pflegestelle gezeigt und mir einiges über die Arbeit des Vereins und Hamsterhaltung im allgemeinen erzählt.


Hamster sind Tiere, die ausschließlich am Boden leben. Sie leben in unterirdischen Bauten, graben gerne und können in kurzer Zeit sehr große Strecken zurücklegen. Das sollte, wenn man Hamster als Haustier hält, unbedingt nachempfunden werden. So sollte man so geräumige Gehege wie möglich verwenden, welche mindestens 1,0m x 0,50m groß sind. Auf Gitterkäfige sollte man verzichten, ebenso wie auf mehrstöckige Käfige, da Hamster weder gerne klettern noch Höhen besonders gut einschätzen können. So lassen sie sich einfach fallen, wenn sie nicht weiterkommen, und können sich dabei schwer verletzen oder gar sterben. Außerdem könnten ihre Beinchen zwischen den Gitterstäben hängen bleiben, wodurch sie Knochenbrüche erleiden können.

Eine Streuhöhe von mehr als 40 Zentimetern lässt jedes Hamsterherz höher schlagen, hier können die Tiere graben. Die Streu wird man sehr selten wechseln müssen, da der Hamster im Idealfall in sein Klo uriniert, und sollte mal etwas woanders fallen gelassen werden, so ist es unter der großen Menge Streu geruchsneutral. Es gibt kleine Holzhäuschen, die sich bis zum Anschlag in die Streu eingraben lassen und dann mit einem abnehmbaren Dach zugedeckt werden, sodass der Hamster unterirdisch hineinklettern kann, man durch das Abnehmen des Daches aber hineinschauen kann.


Weitere Informationen zur Hamsterhaltung: https://hamsterhilfe.at/haltung/hamsterhaltung.html

>>Prinzipiell kann jeder bei uns Pflegestelle werden. Es ist natürlich ein Vorteil, wenn man schon Hamstererfahrung und einen Käfig hat, aber kein Muss. Wir haben theoretisch auch Notfall-Gitterkäfige, die wir herborgen können, wenn ein großer Notfall mit einigen Hamstern ist.<<

Annika H., Stv. Obfrau Hamsterhilfe Österreich

Mehr Informationen bezüglich Pflegestellen: https://hamsterhilfe.at/der-verein/mitgliedsarten/pflegestellen.html


Hamsterräder sind beinahe eine eigene Wissenschaft. Im Idealfall sollten sie leise sein, da der Hamster mitunter auch mitten in der Nacht ein kleines Workout plant. Es sollten, wie auch bei der Käfigwahl, keine Gitterstäbe vorhanden sein, eben wegen der akuten Verletzungsgefahr, und das Rad sollte groß genug sein, da der Rücken der Tiere gerade sein sollte.

Oftmals wird in Tierhandlungen das gemeinsame Halten von Hamstern gut geredet, allerdings sind Hamster strikte Einzelgänger und außerdem sehr schnell geschlechtsreif - nicht selten werden schwangere Tiere aus der Tierhandlung mitgenommen und man weiß nicht, was man mit acht nackten Hamsterjungen anfangen soll.


Mit diesen Zooladen-Schwangerschaften hat auch die Hamsterhilfe zu kämpfen -  und braucht ständig neue Pflegestellen sowie tierliebe Haustiersuchende, die einen Hamster vermittelt bekommen möchten. Die Charaktere der Hamster sind bei der Hamsterhilfe besser bekannt als in der Tierhandlung, und außerdem bekommt man die perfekte Beratung. Also lieber von der Hamsterhilfe einen Hamster nehmen!


Hamsterhilfe Österreich: https://www.hamsterhilfe.at

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