Katzencafé "Neko"

Tierschutz


Takako Ishimitsu kam vor langer Zeit aus Japan nach Österreich und heiratete dort einen Mann, welcher aber leider früh verstarb, weshalb sie mit zwei kleinen Kindern ohne Beruf zurückblieb.

Als die Kinder größer waren, und sie wieder berufstätig war, ging sie zur Berufsberatung, da sie gegenüber Österreich eine gewisse Dankbarkeit empfand und etwas zurückgeben wollte.

Es entstanden mehrere Projekte, unter anderem das Katzencafé, eine in Asien bereits weit verbreitete Idee (in japanischen Wohnbauten sind nämlich üblicherweise Haustiere verboten), in Europa damals jedoch völlig unbekannt. Vier Jahre dauerte es, das Café zu eröffnen.


Alle Katzen sind aus dem Tierheim, denn Frau Ishimitsu wollte Katzen, die in das Café passen, die fremden Menschen vertrauen und freundlich sind.

Von mehreren hundert Katzen kamen nur zehn Tiere in Frage, und da Frau Ishimitsu die Genehmigung für sechs Katzen hatte, zogen diese in ihr neues Zuhause ein. Eine der Katzen ist aber weniger offen gegenüber Fremden, deswegen lebt diese bei Frau Ishimitsu zu Hause.

Katzen seien sehr wichtig für uns Menschen, erzählte Frau Ishimitsu mir. Man könne den Unannehmlichkeiten unserer Gesellschaft „ausweichen“ und mit dem Tier ganz anders als mit Menschen interagieren. Man öffne sich und entspanne sich, was außerdem für Menschen, die sonst gestresst sind, sicher nicht ungesund sei.


Viel Gewinn macht sie aber nicht, wenn man bedenkt, dass sie neunzig Stunden pro Woche arbeitet. Auch wenn sehr viele Menschen das Café besuchen, kosten die Versorgung der Katzen und das Gehalt der MitarbeiterInnen auch viel Geld.

Frau Ishimitsu ist ziemlich geschickt, was ausgefallene und unbekannte Ideen angeht, und so eröffnete sie eine „Quallenbar“ im Keller des Cafés (namens „Blue Moon“), wo Aquarien mit Quallen, die als Haustier in Europa, wie so viele Dinge, unbekannt sind, für eine unvergleichliche Stimmung sorgen.

Ideen wie das Katzencafé und Menschen wie Takako Ishimitsu machen Wien zu einer schöneren Stadt. Sie sagt, sie möchte mit dem Café nichts verdienen. Einerseits, weil die Katzen wichtig für unsere Gesellschaft sind, aber auch, weil das Café ihr Dankbarkeitsausdruck ist.


Takako Ishimitsu, Besitzerin Café Neko

Vallipps, 21. 5. 2017



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Kommentare: 2
  • #1

    Karin (Donnerstag, 25 Mai 2017 13:45)

    Ein Danke an Frau Ishimitsu für die (ent)spannende Location, Speis`und Trank für die Zweibeiner sind dort auch sehr gut! Dank an Volleipps das Katzencafe bekannter zu machen.

  • #2

    Myriam Keil (Dienstag, 06 Juni 2017 13:25)

    Ein schöner Bericht! Wir haben uns gern in der Ruhe des Katzencafés aufgehalten und auch die Blue Moon-Bar sehr gemocht!

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